{"id":480,"date":"2023-05-17T13:02:36","date_gmt":"2023-05-17T11:02:36","guid":{"rendered":"https:\/\/freudenberg-law-24.advomatic-dev.de\/allgemein\/nachfolge-durch-schenkung-des-unternehmens-interne-nachfolge\/"},"modified":"2025-01-24T15:43:04","modified_gmt":"2025-01-24T14:43:04","slug":"nachfolge-durch-schenkung-des-unternehmens-interne-nachfolge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freudenberg-law-24.advomatic-dev.de\/en\/rechtsbeitraege\/nachfolge-durch-schenkung-des-unternehmens-interne-nachfolge\/","title":{"rendered":"Nachfolge durch Schenkung des Unternehmens (interne Nachfolge)"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":398,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[11,12],"class_list":["post-480","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-rechtsbeitraege","tag-dr-rainer-freudenberg-ll-m","tag-gesellschaftsrecht"],"acf":{"header_address.Content":"","header_opening_hours.Content":"","header_phone_number.Content":"","001_page_meta.page_image4.Id":null,"001_page_meta.page_image10.Id":null,"001_page_meta.page_image9.Id":null,"001_page_meta.page_image8.Id":null,"001_page_meta.page_image7.Id":null,"001_page_meta.page_image6.Id":null,"001_page_meta.page_image5.Id":null,"001_page_meta.page_image3.Id":null,"001_page_meta.page_image2.Id":null,"001_page_meta.page_image1.Id":null,"0001_website_meta.site_logo.Id":366,"galleries_enabled.Value":"true","multi_language_maps_enabled.Value":"false","001_page_meta.featured_image_mobile.Id":398,"001_page_meta.featured_image.Id":399,"001_page_meta.content_image_3.Id":null,"001_page_meta.content_image_2.Id":null,"001_page_meta.content_image_1.Id":null,"parent_entity.Value":"Gesellschaftsrecht","type_entity.Value":"rechtsbeitraege","02_hero_content.hero_image3.Id":null,"02_hero_content.image_hero_content3.Id":null,"02_hero_content.image_hero_content2.Id":null,"02_hero_content.image_hero_content1.Id":null,"heading_hero_benefit3.Content":"","heading_hero_benefit2.Content":"","heading_hero_benefit1.Content":"","heading_hero_slider.Content":"","02_hero_content.hero_image8.Id":null,"02_hero_content.hero_image7.Id":null,"02_hero_content.hero_image6.Id":null,"02_hero_content.hero_image5.Id":null,"02_hero_content.hero_image4.Id":null,"top_heading_hero.Content":"Freudenberg Law - Ihr zuverl\u00e4ssiger Partner im Wirtschaftsrecht","02_hero_content.hero_image2.Id":null,"02_hero_content.hero_image1.Id":null,"hero_content_form_benefit2.Content":"","hero_content_form_benefit1.Content":"","hero_content_form_benefit3.Content":"","hero_content_form.Value":"","hero_gallery_enabled.Value":"false","main_heading_hero_cta.Value":"\/kontakt","main_heading_hero_cta.Attribute":"Kontakt","sub_heading_hero.Content":"Aktueller Rechtsbeitrag im Gesellschaftsrecht","main_heading_hero.Content":"Nachfolge durch Schenkung des Unternehmens (interne Nachfolge)","subheading_contact_form.Content":"Ihre Kanzlei Freudenberg Law. Immer f&uuml;r Sie da","contact_area_contact_form_phone_text.Content":"","contact_area_contact_form_name_text.Content":"","contact_area_contact_form_message_text.Content":"","contact_area_contact_form_mail_text.Content":"","contact_area_contact_form_button_text.Content":"","contact_form.Value":"1","contact_address.Content":"<div>Neue Mainzer Str. 6-10<\/div>\n<div>60311 Frankfurt am Main<\/div>","opening_hours.Content":"Mo - Fr: 09:00 - 17:00 Uhr","map.Value":"","heading_contact_form.Content":"Kontakt","telephone.Value":"tel:\/\/+49695050604755","e-mail.Value":"mailto:rf@freudenberg-law.com","e-mail.Attribute":"rf@freudenberg-law.com","calendly_enabled.Value":"false","contact_image_enabled.Value":"","contact_maps_enabled.Value":"","calendly_url.Value":"","calendly_url.Attribute":"","online_form_name.Content":"","online_form_source.Value":"","testimonial3_customer.Content":"","04_social_proof.testimonial1_image.Id":null,"04_social_proof.testimonial2_image.Id":null,"04_social_proof.testimonial3_image.Id":null,"04_social_proof.google_places_review_image.Id":null,"04_social_proof.social_proof_background_image.Id":null,"heading_social_proof.Content":"","google_places_id2.Value":"","google_places_id.Value":"","testimonial1_customer.Content":"","testimonial1_text.Content":"","testimonial2_customer.Content":"","testimonial3_text.Content":"","testimonial2_text.Content":"","custom_reviews_enabled.Value":"","anwalt_de_widgetcode.Value":"","anwalt_de_enabled.Value":"","google_places_enabled.Value":"","google_places_reviews_enabled2.Value":"","google_places_reviews_enabled.Value":"","google_places_review_url2.Value":"","subheading_social_proof.Content":"","google_places_review_url.Value":"","social_proof_enabled.Value":"true","social_proof_disclaimer.Content":"","benefit_1_text.Content":"","05a_benefit_area.benefit_3_image.Id":null,"05a_benefit_area.benefit_2_image.Id":null,"05a_benefit_area.benefit_1_image.Id":null,"05a_benefit_area_enabled.Value":"true","benefit_heading_enabled.value":"false","benefit_heading.Content":"","benefit_3_text.Content":"","benefit_3_heading.Content":"","benefit_3_icon.Id":"","benefit_2_text.Content":"","benefit_2_heading.Content":"","benefit_2_icon.Id":"","benefit_1_icon.Id":"","benefit_1_heading.Content":"","benefit_1_widgetcode.Content":"","benefit_2_widgetcode.Content":"","benefit_3_widgetcode.Content":"","intro_heading.Content":"1. Nachfolge fr\u00fchzeitig planen","intro_text.Content":"<div>\n<div>In vielen Unternehmen steht in naher Zukunft ein Generationswechsel bevor. Bei Familienbetrieben und Unternehmen, die von ihren Eigent\u00fcmern gef\u00fchrt werden, wird in erster Linie die M\u00f6glichkeit einer Nachfolge durch ein Familienmitglied in Betracht gezogen, sofern sich innerhalb der Familie eine geeignete Person (m\/w\/d) findet.<\/div>\n<div>Die rechtliche Umsetzung dieses \u00dcbergangs erfolgt in der Regel durch Schenkung des Unternehmens. Hierzu wird ein Schenkungsvertrag (auch als \u00dcberlassungsvertrag bekannt) abgeschlossen, der gleichzeitig die Regelung der Altersversorgung des bisherigen Eigent\u00fcmers (m\/w\/d) einschlie\u00dft.<\/div>\n<div><br>Es ist von entscheidender Bedeutung, dass der bisherige Inhaber die Planung der Nachfolge fr\u00fchzeitig in Angriff nimmt, da zwischen der Planung und der tats\u00e4chlichen Umsetzung in der Regel bis zu f\u00fcnf Jahre vergehen k\u00f6nnen.<\/div>\n<div><br>In diesem Zusammenhang bietet es sich an, die \u00dcbergabe des Unternehmens durch Schenkung im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge zu Lebzeiten des Inhabers durchzuf\u00fchren, anstatt sie erst im Todesfall durch Vererbung zu regeln. Auf diese Weise kann die Nachfolge zu Lebzeiten unter Einbeziehung aller beteiligten Parteien optimal und rechtssicher gestaltet werden.<\/div>\n<\/div>","intro_gallery_enabled.Value":"false","05a_content_intro_enabled.Value":"true","overview_heading.Content":"","overview_text.Content":"","overview_cta_lead_in.Content":"","overview_cta.Attribute":"","overview_cta.Value":"","05b_content_overview_enabled.Value":"true","detail_heading_opt2.Content":"4. \u00dcbertragung des Unternehmens auf den Nachfolger","05c_content_detail.image_product5.Id":null,"detail_text_opt2.Content":"<div>\n<div>Die \u00dcbertragung des Unternehmens auf den Nachfolger erfolgt durch einen Schenkungsvertrag, der auch als \u00dcbergabevertrag oder \u00dcberlassungsvertrag bezeichnet wird. In Bezug auf die rechtliche Umsetzung gibt es im Wesentlichen zwei Szenarien zu beachten, je nachdem, ob es sich um ein Einzelunternehmen oder um ein Unternehmen in Form einer Gesellschaft (z.B. GmbH) handelt:<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><br><strong>a. Einzelunternehmen<\/strong><\/div>\n<div><br>Bei einem Einzelunternehmen werden die zum Unternehmen geh\u00f6renden Verm\u00f6genswerte einzeln auf den Nachfolger \u00fcbertragen, was als \"Asset Deal\" bezeichnet wird.<br>Die \u00dcbertragung von Vertr\u00e4gen und Verbindlichkeiten erfordert die Zustimmung der Vertragspartner oder Gl\u00e4ubiger.<br>In der Regel findet ein sogenannter Betriebs\u00fcbergang gem\u00e4\u00df \u00a7 613a BGB statt, bei dem die Mitarbeiter automatisch auf den Nachfolger \u00fcbergehen.<br>In einigen F\u00e4llen kann es ratsam sein, das Unternehmen vorab in eine haftungsbeschr\u00e4nkte Gesellschaft umzuwandeln.<\/div>\n<div><br><strong>b. Gesellschaften<\/strong><\/div>\n<div><br>Wenn das Unternehmen in Form einer Gesellschaft betrieben wird, ist es oft sinnvoll, die Anteile an der Gesellschaft auf den Nachfolger zu \u00fcbertragen, was als \"Share Deal\" bezeichnet wird.<br>Durch die \u00dcbertragung der Anteile erfolgt eine umfassende Rechtsnachfolge, bei der der Nachfolger das Unternehmen mit s\u00e4mtlichen Verm\u00f6genswerten, Vertr\u00e4gen und Mitarbeitern \u00fcbernimmt.<br>Wenn andere Gesellschafter an der Gesellschaft beteiligt sind, kann die Mitwirkung dieser Gesellschafter f\u00fcr die Nachfolge erforderlich sein, beispielsweise durch Zustimmung zur Anteils\u00fcbertragung oder den Verzicht auf Vorkaufsrechte.<\/div>\n<div><br><strong>c. Form<\/strong><\/div>\n<div><br>Bei Einzelunternehmen ohne Grundbesitz, Anteilen an Personengesellschaften und Aktien gen\u00fcgt grunds\u00e4tzlich die private Vereinbarung in schriftlicher Form.<br>Hingegen muss der Schenkungsvertrag f\u00fcr GmbH-Anteile und Einzelunternehmen mit Grundbesitz zwingend notariell beurkundet werden.<\/div>\n<\/div>","detail_call_to_action_enabled.Value":"false","detail_slider_enabled.Value":"false","detail_heading.Content":"2. Steuerliche Belastung minimieren","detail_text.Content":"<div>\n<p><span>Angesichts der erheblichen Verm\u00f6genswerte, die bei einer Unternehmensnachfolge im Spiel sind, ist es ratsam, die Schenkungsteuerbelastung durch steuerliche Beratung und Planung soweit wie m\u00f6glich zu reduzieren. Im Wesentlichen stehen daf\u00fcr zwei Instrumente zur Verf\u00fcgung:<\/span><\/p>\n<strong><br>a. Freibetr\u00e4ge<br><\/strong>\n<p><span>Der Gesetzgeber gew\u00e4hrt bestimmte Freibetr\u00e4ge, auf die keine Schenkungsteuer erhoben wird. Die wichtigsten Freibetr\u00e4ge sind:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Ehegatten\/Lebenspartner: 500.000 EUR<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Kinder: 400.000 EUR<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Enkel: 200.000 EUR<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<span>Es ist wichtig zu beachten, dass diese Freibetr\u00e4ge alle 10 Jahre erneuert werden, was bedeutet, dass sie durch kluge Planung mehrmals genutzt werden k\u00f6nnen, beispielsweise durch schrittweise \u00dcbertragung des Verm\u00f6gens.<\/span><\/div>\n<div><strong><br><\/strong>\n<p><strong>b. Verschonungsabschl\u00e4ge f\u00fcr Betriebsverm\u00f6gen<\/strong><\/p>\n<span>Um die Zerschlagung von Unternehmen und den Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen aufgrund der Erbschaftsteuer zu verhindern, beg\u00fcnstigt das Gesetz in bestimmten F\u00e4llen die \u00dcbertragung von Betriebsverm\u00f6gen.<\/span><\/div>\n<div><\/div>\n<div><span>Es gibt zwei Optionen: die Regelverschonung von 85% des Betriebsverm\u00f6gens und die Optionsverschonung von 100% des Betriebsverm\u00f6gens, wobei letztere strengere Anforderungen erf\u00fcllen muss.<\/span><strong><br><\/strong>\n<p><span>Um die Verschonungsabschl\u00e4ge nutzen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen bestimmte Bedingungen erf\u00fcllt sein:<\/span><\/p>\n<strong><br><\/strong>\n<ul>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Die Lohnsumme darf nicht sinken.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Das Verwaltungsverm\u00f6gen muss innerhalb bestimmter Grenzen liegen.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Die Behaltensfristen von f\u00fcnf bzw. sieben Jahren m\u00fcssen eingehalten werden.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>F\u00fcr gro\u00dfe Unternehmen mit einem Wert von \u00fcber 26 Millionen EUR gelten Sonderregelungen.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<strong><br><\/strong><span>Falls die Freibetr\u00e4ge f\u00fcr die Nachfolge nicht ausreichen, sollten die Voraussetzungen f\u00fcr die Verschonungsabschl\u00e4ge und deren steuerliche Gestaltungsm\u00f6glichkeiten sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft werden.<\/span><\/div>","detail_cta_lead_in.Content":"","detail_cta.Attribute":"Kontakt","detail_cta.Value":"\/kontakt","detail_heading_opt1.Content":"3. Versorgung des Inhabers","detail_text_opt1.Content":"<div>\n<div>W\u00e4hrend der Unternehmens\u00fcbergabe ist es von entscheidender Bedeutung, die Altersabsicherung des Inhabers zu ber\u00fccksichtigen und gegebenenfalls im Schenkungsvertrag zu regeln. Insbesondere bei einer Nachfolge innerhalb der Familie, bei der in der Regel kein Kaufpreis gezahlt wird, sind zwei m\u00f6gliche Formen der Altersversorgung relevant:<\/div>\n<div><br>a. <strong>Rente<\/strong>: Der Nachfolger zahlt dem Inhaber eine monatliche Rente. Diese Rente kann vertraglich an die Inflationsrate angepasst werden, um sicherzustellen, dass der Inhaber keine Kaufkraftverluste erleidet.<\/div>\n<div><br>b. <strong>Gewinnbeteiligung<\/strong>: Der Inhaber kann eine Gewinnbeteiligung am Unternehmen erhalten, beispielsweise durch die Einr\u00e4umung eines Nie\u00dfbrauchrechts. Dabei tr\u00e4gt der Inhaber sowohl die Chancen als auch die Risiken in Bezug auf die gesch\u00e4ftliche Entwicklung des \u00fcbergebenen Unternehmens.<\/div>\n<div><br>Wenn der Inhaber nach der \u00dcbergabe noch f\u00fcr eine \u00dcbergangszeit als Ansprechpartner zur Verf\u00fcgung stehen soll, kann ein Beratervertrag in Erw\u00e4gung gezogen werden.<\/div>\n<div><br>Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in diesem <a href=\"https:\/\/www.anwalt.de\/rechtstipps\/unternehmensnachfolge-versorgung-des-seniors-bzw-der-seniorin-194476.html\">Rechtstipp<\/a>.<\/div>\n<\/div>","detail_cta_lead_in_opt1.Content":"NO_SHOW","detail_cta_opt1.Attribute":"Kontakt","detail_cta_opt1.Value":"kontakt","05c_content_detail.image_person_slider3.Id":null,"05c_content_detail_enabled.Value":"true","detail_cta_lead_in_opt2.Content":"NO_SHOW","detail_cta_opt2.Attribute":"Kontakt","detail_cta_opt2.Value":"\/kontakt","detail_heading_opt3.Content":"5. Minderj\u00e4hrige Nachfolger","detail_text_opt3.Content":"<div>\n<p><span>Kinder, die bis zum Alter von 6 Jahren noch nicht das siebte Lebensjahr vollendet haben, gelten nach dem Gesetz als gesch\u00e4ftsunf\u00e4hig und m\u00fcssen von ihren Eltern vertreten werden (\u00a7 104 BGB). Im Alter von 7 bis 17 Jahren sind Kinder beschr\u00e4nkt gesch\u00e4ftsf\u00e4hig und k\u00f6nnen nur dann eigenst\u00e4ndig handeln, wenn das Gesch\u00e4ft ausschlie\u00dflich zu ihrem rechtlichen Vorteil ist. Bei Unternehmensnachfolgen ist dies jedoch oft nicht der Fall, weshalb auch in dieser Altersgruppe die Eltern die Vertretung \u00fcbernehmen m\u00fcssen (\u00a7\u00a7 106, 107 BGB).<\/span><\/p>\n<span>Im Kontext von Unternehmensnachfolgen gibt es jedoch gesetzliche Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr das Vertretungsrecht der Eltern:<\/span><strong><br><\/strong>\n<p><br><strong>a. Erg\u00e4nzungspfleger<\/strong><\/p>\n<p><span>Besonders dann, wenn die Eltern selbst Anteile an dem Unternehmen besitzen, k\u00f6nnen sie gesetzlich von der Vertretung ihres Kindes ausgeschlossen sein. In solchen F\u00e4llen k\u00f6nnen die Eltern das Kind nicht wirksam bei der Unterzeichnung des Schenkungsvertrags vertreten (\u00a7\u00a7 1629 Abs. 2, 1824 BGB). Stattdessen muss ein Erg\u00e4nzungspfleger bestellt werden, was durch einen Antrag beim zust\u00e4ndigen Familiengericht geschieht. Die Eltern haben in der Regel die M\u00f6glichkeit, Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Person des Erg\u00e4nzungspflegers zu unterbreiten, denen das Gericht oft folgt.<\/span><\/p>\n<strong><br>b. Zustimmung des Familiengerichts<\/strong>\n<p><span>Unabh\u00e4ngig von der Frage, ob ein Erg\u00e4nzungspfleger bestellt werden muss, kann in bestimmten F\u00e4llen die Zustimmung des Familiengerichts erforderlich sein, insbesondere wenn der Nachfolger ein Erwerbsgesch\u00e4ft \u00fcbernimmt oder Anteile an einer Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft erwirbt, die ein erwerbswirtschaftliches Unternehmen betreibt (\u00a7\u00a7 1643 Abs. 1, 1852 BGB). Der Antrag auf Zustimmung wird beim zust\u00e4ndigen Familiengericht gestellt.<\/span><\/p>\n<span>Es sei angemerkt, dass der Erwerb von Gesellschaftsanteilen, wenn der Zweck der Gesellschaft in der Verwaltung von eigenem Verm\u00f6gen besteht, in der Regel keiner Genehmigung bedarf.<\/span><\/div>","detail_cta_lead_in_opt3.Content":"NO_SHOW","05c_content_detail.image_product1.Id":null,"detail_cta_opt3.Attribute":"Kontakt","05c_content_detail.image_product2.Id":null,"detail_cta_opt3.Value":"\/kontakt","05c_content_detail.image_product3.Id":null,"detail_heading_opt4.Content":"6. Einbeziehung weiterer Familienmitglieder in die Nachfolgeregelung","05c_content_detail.image_product4.Id":null,"detail_cta_opt6.Attribute":"Kontakt","detail_cta_lead_in_opt4.Content":"NO_SHOW","detail_cta_opt4.Attribute":"Kontakt","05c_content_detail.image_product6.Id":null,"05c_content_detail.image_product7.Id":null,"detail_cta_opt4.Value":"\/kontakt","05c_content_detail.image_product8.Id":null,"05c_content_detail.image_product9.Id":null,"detail_heading_opt5.Content":"7. Zustimmung des Ehegatten","detail_text_opt5.Content":"<p><span>Wenn der Inhaber im gesetzlichen G\u00fcterstand verheiratet ist, muss \u00a7 1365 BGB beachtet werden, es sei denn, die Geltung dieser Vorschrift wurde durch einen Ehevertrag ausgeschlossen. Diese Regelung gilt gleicherma\u00dfen f\u00fcr eingetragene Lebenspartner.<\/span><strong><\/strong><\/p>\n<p><span>Gem\u00e4\u00df \u00a7 1365 BGB ist die Zustimmung des anderen Ehegatten erforderlich, wenn Verf\u00fcgungen \u00fcber das Verm\u00f6gen im Ganzen getroffen werden. Eine Verf\u00fcgung \u00fcber das Verm\u00f6gen im Ganzen liegt vor, wenn das zu verschenkende Unternehmen mindestens 85% bis 90% des Verm\u00f6gens des Inhabers ausmacht.<\/span><strong><\/strong><\/p>\n<p><span>In einem solchen Fall ist es ratsam, die Zustimmungserkl\u00e4rung des anderen Ehegatten direkt in den Schenkungsvertrag aufzunehmen, um die Rechtssicherheit zu gew\u00e4hrleisten.<\/span><strong><\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3><span>8. Widerrufsvorbehalt des Inhabers<\/span><strong><\/strong><\/h3>\n<p><span>In den meisten F\u00e4llen ist es ratsam, dass der Inhaber sich durch die Vereinbarung eines Widerrufsrechts im Schenkungsvertrag absichert. Dieses Widerrufsrecht erm\u00f6glicht es dem Inhaber, die Nachfolgeregelung r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen.<\/span><strong><\/strong><\/p>\n<p><span>Da die Konsequenzen eines Widerrufs erheblich sind, sollten die Widerrufsgr\u00fcnde im Schenkungsvertrag klar und sorgf\u00e4ltig geregelt werden. Beispiele f\u00fcr solche Widerrufsgr\u00fcnde k\u00f6nnten sein:<\/span><\/p>\n<div><strong>\u00a0<\/strong><\/div>\n<ul>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Der Nachfolger verletzt wesentliche Vertragsbestimmungen oder handelt vertragsbr\u00fcchig.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Der Nachfolger begeht Straftaten gegen den Inhaber oder das Unternehmen.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Die Nachfolge f\u00fchrt zu steuerlichen Konsequenzen, die f\u00fcr den Inhaber nicht tragbar sind.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Der Nachfolger verstirbt vor dem Inhaber.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>","detail_cta_lead_in_opt5.Content":"NO_SHOW","detail_cta_opt5.Attribute":"Kontakt","detail_cta_opt5.Value":"\/kontakt","detail_heading_opt6.Content":"9. Begleitung bei der Nachfolge","detail_text_opt6.Content":"<div>\n<p><span>Die Nachfolgeplanung ist ein einmaliger und \u00e4u\u00dferst komplexer Prozess im unternehmerischen Leben. Aufgrund der vielschichtigen Aspekte des Gesellschafts-, Familien-, Erb- und Steuerrechts ist es von entscheidender Bedeutung, sich von einem erfahrenen Berater begleiten zu lassen.<\/span><\/p>\n<span>Als erfahrene Rechtsanw\u00e4lte im Bereich der Nachfolgeplanung stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Wir besprechen mit Ihnen die besten L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten und setzen die Nachfolgeregelung rechtssicher um. Z\u00f6gern Sie nicht, sich jederzeit bei uns zu melden, wenn Sie Fragen oder Anliegen im Zusammenhang mit der Nachfolgeplanung haben.<\/span><strong><br><\/strong>\n<p><span>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/span><\/p>\n<p><span>RA Dr. Rainer Freudenberg, LL.M.<\/span><\/p>\n<\/div>","detail_cta_opt6.Value":"\/kontakt","detail_text_opt4.Content":"<div>\n<p><span>Die Nachfolgeregelung sollte die familien- und erbrechtlichen Konsequenzen, insbesondere in Bezug auf den Ehegatten und die Kinder des Inhabers, sorgf\u00e4ltig ber\u00fccksichtigen:<\/span><\/p>\n<strong><br><\/strong>\n<ol>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Wenn es mehrere Pflichtteilsberechtigte gibt, normalerweise Ehegatten und Kinder, kann der Schenker festlegen, dass der Nachfolger den Wert der Schenkung auf seinen Pflichtteil anrechnen lassen muss (\u00a7 2315 BGB), sofern der Nachfolger nicht bereits durch einen notariellen Vertrag auf seinen Pflichtteil verzichtet hat (\u00a7\u00a7 2346 Abs. 2, 2348 BGB).<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Wenn mehrere Kinder vorhanden sind, kann der Schenker bestimmen, in welchem Umfang der Nachfolger den Wert der Schenkung im Erbfall an seine miterbenden Geschwister ausgleichen muss oder nicht (\u00a7 2050 BGB - Ausgleichspflicht gilt auch gegen\u00fcber Pflichtteilsberechtigten, \u00a7 2326 BGB). Um die Liquidit\u00e4t des Unternehmens zu schonen, wird diese Ausgleichspflicht oft ausgeschlossen.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Die \u00dcbertragung des Unternehmens auf den Nachfolger kann Pflichtteilserg\u00e4nzungsanspr\u00fcche der \u00fcbrigen Pflichtteilsberechtigten (normalerweise Ehegatten und Kinder) ausl\u00f6sen, wenn die \u00dcbertragung innerhalb von 10 Jahren vor dem Erbfall stattgefunden hat (\u00a7 2325 BGB). Es gibt spezielle Regelungen f\u00fcr den Beginn dieser Frist, wenn der Inhaber bestimmte Rechte vorbehalten hat. Falls die Schenkung an den Ehegatten erfolgte, beginnt die Frist erst nach Aufl\u00f6sung der Ehe.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Um Rechtssicherheit zu schaffen, sollten die \u00fcbrigen Pflichtteilsberechtigten idealerweise Pflichtteilsverzichte abgeben (\u00a7 2346 Abs. 2 BGB), m\u00f6glicherweise gegen Zahlung einer Abfindung. Der Pflichtteilsverzicht kann auf das \u00fcbertragene Unternehmen beschr\u00e4nkt sein und sich nicht auf sonstiges Verm\u00f6gen erstrecken. Ein Pflichtteilsverzicht muss notariell beurkundet werden (\u00a7 2348 BGB).<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Die \u00fcbrigen Pflichtteilsberechtigten k\u00f6nnen als Ausgleich Einmalzahlungen oder laufende Geldbetr\u00e4ge sowie andere Zuwendungen, wie Immobilien, erhalten. Diese k\u00f6nnen zur Reduzierung ihrer Pflichtteilsanspr\u00fcche (\u00a7 2315 BGB) und Pflichtteilserg\u00e4nzungsanspr\u00fcche (\u00a7 2327 Abs. 1 BGB) angerechnet werden.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Es kann vereinbart werden, dass der Nachfolger seine Geschwister von m\u00f6glichen Unterhaltsanspr\u00fcchen gegen\u00fcber dem \u00fcbergebenden Elternteil im Falle dessen sp\u00e4terer Bed\u00fcrftigkeit freihalten muss (\u00a7\u00a7 1601 ff. BGB).<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li aria-level=\"1\">\n<p><span>Je nach den Umst\u00e4nden sollte in Erw\u00e4gung gezogen werden, Regelungen in Bezug auf einen m\u00f6glichen Zugewinnausgleichsanspruch des Ehegatten (\u00a7 1378 BGB) zu treffen, wie z.B. die Nichtber\u00fccksichtigung des \u00fcbertragenen Unternehmens beim Zugewinnausgleich (\u00a7 1375 BGB) oder die Anrechnung von Zuwendungen an den Ehegatten auf seine Zugewinnforderung (\u00a7 1380 BGB).<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>","05c_content_detail.image_staff_1.Id":null,"05c_content_detail.image_staff_2.Id":null,"05c_content_detail.image_staff_3.Id":null,"05c_content_detail.image_staff_4.Id":null,"05c_content_detail.image_staff_5.Id":null,"05c_content_detail.image_staff_6.Id":null,"05c_content_detail.image_person_slider1.Id":null,"05c_content_detail.image_office.Id":null,"detail_cta_lead_in_opt6.Content":"NO_SHOW","05c_content_detail.image_person_slider4.Id":null,"05c_content_detail.image_person.Id":null,"05c_content_detail.image_person_slider2.Id":null,"competence_heading.Content":"","competence_text.Content":"","competence_cta_lead_in.Content":"","competence_cta.Attribute":"","competence_cta.Value":"","05d_content_competence_enabled.Value":"true","05d_content_competence.competence_image1.Id":null,"05d_content_competence.competence_image2.Id":null,"services_heading.Content":"","services_text.Content":"","services_cta_lead_in.Content":"","services_cta.Attribute":"","services_cta.Value":"","05e_content_services_enabled.Value":"true","faq_heading.Content":"","question2.Content":"","question3.Content":"","question4.Content":"","question5.Content":"","question6.Content":"","question7.Content":"","question8.Content":"","question9.Content":"","question10.Content":"","question1.Content":"","answer10.Content":"","answer3.Content":"","answer4.Content":"","answer5.Content":"","answer6.Content":"","answer7.Content":"","answer8.Content":"","answer9.Content":"","answer1.Content":"","answer2.Content":"","05f_questions_and_answers_enabled.Value":"true","seoarea1heading.Content":"","seoarea1text.Content":"","seoarea2heading.Content":"","seoarea2text.Content":"","seoarea3heading.Content":"","seoarea3text.Content":"","seoarea4heading.Content":"","seoarea4text.Content":"","05g_seoarea_enabled.Value":"true","06_gallery_related1.gallery_related.TypeEntityName":"rechtsgebiete","06_gallery_related1.gallery_related.SubHeading":"","06_gallery_related1.gallery_related.Heading":"Rechtsgebiet","06_gallery_related1.background_image.Id":353,"06_gallery_related1.gallery_related.ButtonCtaText":"Kontakt","06_gallery_related1.gallery_related.ButtonCtaUrl":"\/kanzlei\/kontakt","gallery_related1_filterable_tabs_enabled.Value":"false","06_gallery_related1_enabled.Value":"true","06_gallery_related2.gallery_related.TypeEntityName":"rechtsbeitraege","06_gallery_related2.gallery_related.SubHeading":"Weitere 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